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Wasserverbrauch moderner Geschirrspüler

In etwa 70% der deutschen Haushalte steht eine Spülmaschine, die die täglich anfallenden Geschirrberge reinigt. Durchschnittlich 7% des allgemeinen Verbrauchs gehen auf die Spülmaschine zurück. Um hier Strom, Wasser sowie Geld zu sparen, gibt es effiziente Geräte, die hinsichtlich der Verbrauchszahlen deutliche Unterschiede aufweisen.
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Wasserverbrauch einer modernen Spülmaschine

Wasserverbrauch einer Spülmaschine© Vladimir Mucibabic - fotolia.com

Moderne Geschirrspülmaschinen verbrauchen rund 40% weniger Wasser als Modelle von vor 10 Jahren. Ausgehend davon, dass in deutschen Küchen jährlich um die 100 Milliarden Geschirrgedecke entweder via Spülmaschine oder Hand gespült werden, ist es für die Umwelt und den Haushalt ein echter Pluspunkt. Die Handwäsche zeigt sich beim Thema Wasserverbrauch nur sparsamer, wenn wirklich überdurchschnittlich wenig Wasser verbraucht wird.

Übrigens sind moderne Geschirrspüler auch noch gründlicher als ihre Vorgänger. Das liegt an den innovativen Sensoren, die den Verschmutzungsgrad des Geschirrs erkennen und die Reinigungsleistung anpassen. Im Hinblick auf die Energieeffizienz weisen neue Spülmaschinen kaum Unterschiede auf, ganz anders sieht es jedoch bei dem Wasserverbrauch aus. Die Spanne reicht von 9 Litern (Miele) bis hin zu 18 Litern (AEG Elektrolux) für einen Spülgang. Vorsicht auch vor den beliebten Kurzprogrammen. Mitunter weisen sich diese im Hinblick auf den Wasserverbrauch als weniger effizient. Während im Sparprogramm Wassermengen von 6,5 - 14,6 Litern verbraucht werden, benötigen die Maschinen im Kurzprogramm ein Drittel mehr.

So viel Wasser verbraucht die Spülmaschine

Was das Geschirrspülen pro Jahr kostet, hängt von Baujahr der Spülmaschine und der Nutzung ab. Anhand der Beispielrechnung zeigen wir einmal auf, was eine recht moderne Spülmaschine verbraucht – im Vergleich zu einem älteren Modell. Hierzu werden für Wasser die durchschnittlichen Verbrauchskosten eines deutschen Haushaltes herangezogen.

Alter der Spülmaschine Neu 10 Jahre
Spülgänge pro Woche 5 (bei 50°C) 5 (bei 50°C)
Kosten pro Kubikmeter Wasser & Abwasser 3,85€ 3,85€
Durchschnittlicher Wasserverbrauch pro Spülgang 8,24 Liter 13,45 Liter
Durchschnittliche Kosten pro Spülgang 0,03€ 0,05€
Wasserverbrauch pro Jahr 2.142 Liter 3.497 Liter
Jährliche Betriebskosten 8,25€ 13,46€

Eine moderne Funktion der Spülmaschine: Aquastop

Aquastop ist ein innovativer Sicherheitsmechanismus, der eine nützliche Zusatzfunktion moderner Geschirrspüler und Waschmaschinen ist. Der Wasserstopp hat die Aufgabe, das Austreten von Wasser zu verhindern, sollte ein Wasserschlauch platzen. Es wird zwischen mechanischen und elektrischen Systemen unterschieden. In neueren Spülmaschinen ist vorwiegend der elektronische Aquastop verbaut – diese Funktion nennt sich Aqua Control. Durch einen Wasserstandssensor wird der Wassereinlauf durch den Aquastop stets kontrolliert. Sobald der gewünschte Wasserstand erreicht ist, erfolgt ein automatischer Wasserstopp. Dieser Wasserstopp verhindert ein ungehindertes Überlaufen. Ein Pluspunkt des Aquastop: Er wirkt sich auf die Garantie aus. Je nach Anbieter gewähren Hersteller 3-5 Jahre Garantie, wenn der Schaden auf einen Defekt der Aquastop Funktion zurückzuführen ist.

Das Energielabel als unabhängige Orientierungshilfe

Wie auch beim Energieverbrauch kann das Energielabel Auskunft über den Wasserverbrauch geben. Auf dem Label wird der Wasserverbrauch anhand der Anzahl der Maßgedecke berechnet, darunter befindet sich der Wasserverbrauch in Litern, der pro Spülgang benötigt wird. In Kombination mit der Energieeffizienzklasse wird schnell ersichtlich, wie sparsam das Gerät ist.

Spülmaschine sparsam einsetzen

Mag der Wasserverbrauch der Spülmaschine auch gering ausfallen, kommt es am Ende auch auf die Handhabung an. Denn ein effizienter Geschirrspüler nutzt nichts, wenn er von Grund auf falsch bedient wird.

  • Die Spülmaschine immer nur laufen lassen, wenn sie voll beladen ist.
  • Die „halbe Beladung“- Taste spart grundsätzlich fast gar kein Wasser ein, rentiert sich folglich nur in seltenen Fällen.
  • Nach Programmende den Geschirrspüler ausstellen, um zu verhindern, dass er im „Standby-Modus“ weiter Energie verbraucht.
  • Hin und wieder kann die Maschine bei 40 oder 45 Grad betrieben werden, das schadet nicht und ist gerade bei leichten Verschmutzungen ausreichend.
  • Das von Hand vorspülen ist unnötig und verschwendet nur Wasser. Das Standard-Spülprogramm der herkömmlichen Geschirrspüler kann mit den gängigen Verschmutzungen umgehen.
  • Das Spülmaschinensieb der Spülmaschine gründlich reinigen – ist es verstopft, wirkt sich das auf den Verbrauch aus.

Moderne Geschirrspüler - sparsamer denn je

Testergebnisse der Stiftung Warentest untermauern, dass moderne Geschirrspüler so sparsam sind wie nie zuvor. Zudem sind sie mit innovativen Funktionen wie beispielsweise dem Aquastop Sicherheitsmechanismus ausgestattet. Sparsam sind die Geräte nicht nur im Hinblick auf den Wasserverbrauch, sondern auch den Stromverbrauch. Eine effiziente Spülmaschine ist nicht einmal mehr mit der Handwäsche zu schlagen. Experten raten, lieber auf einen hochwertigen Geschirrspüler zu setzen und nicht mehr von Hand zu spülen. Das Spülen von Hand erzeugt laut einer Vergleichsstudie der Universität Bonn einen etwa 50 Prozent höheren Wasserverbrauch.