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    Schneller kochen mit dem Induktionsfeld

    Sieht von außen aus wie ein normales, altbekanntes Glaskeramikkochfeld, bietet innen drin aber eine ganz andere Heiztechnik: das Induktionskochfeld. Mit der klugen Technik bietet sich gerade für Freunde der sicheren Kochumgebung ein Vorteil: Denn ein Induktionsfeld ist nach Wegnahme der Töpfe maximal warm - aber keinesfalls heiß. Die Restwärme verfliegt so schnell, dass sich im Grunde auf dem Induktionsfeld keiner mehr verbrennen kann.
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    Moderne Kochfelder: das Induktionskochfeld

    Einen Vorteil bringt das Induktionsfeld von Haus aus mit: Es ist mit der belastbaren und glatten Oberfläche eines Glaskeramikkochfelds ausgestattet. Nur die Technik dahinter unterscheidet sich zum klassisch als Ceran Kochfeld bekanntem Kochfeld-Gefährten. Denn unter der Glaskeramik befindet sich eine elektromagnetische Spule, die metallische Töpfe erwärmen kann. Das Induktionsfeld wird nur heiß, wenn ein geeigneter Topf auf der Oberfläche steht - versehentliches erhitzen der Kochfelder ist also ausgeschlossen.

    Induktionskochfeld von MieleFür den flächenbündigen Einbau in Arbeitsplatten ist das 90 Zentimeter breite Induktionskochfeld KM 6389 von Miele konzipiert. Fünf Kochzonen mit flexibel schaltbaren PowerFlex-Bereichen lassen bei der Zubereitung keine Wünsche offen. | Bildquelle: Miele & Cie. KG

    Klassisches Überkochen und Übergaren lässt sich mit dem Induktionskochfeld auch schneller vermeiden: Schließlich genügt es, das Induktionsfeld auszumachen oder den Topf von der Kochfläche zu nehmen, um den Garprozess sofort zu unterbrechen. Ähnlich schnell reagiert ausschließlich das Gaskochfeld. Autark lässt sich das Induktionskochfeld direkt antesten - eine einzelne Kochplatte gibt es ab 40,- Euro im Einzelhandel. Wer die Vielfalt liebt, packt neben ein kleineres autarkes Induktionskochfeld vielleicht noch ein Gaskochfeld oder eine Wokmulde, um gänzlich flexibel leckere Essen zu zaubern. Wer gerne süße Leckereien zaubert oder Soßen kocht, könnte mit den punktgenauen Temperaturen vom Induktionsfeld sehr glücklich werden. Bei 40° lässt sich ohne Wasserbad Schokolade auf dem Induktionskochfeld schmelzen - das glückt beim klassischen elektrischen Kochfeld nur selten.

    Nachteile zeigen sich dort, wenn vorhandene Töpfe oder Pfannen nicht mit dem Induktionsfeld genutzt werden können. Nachteile zeigten sich vor einigen Jahren auch in den höheren Anschaffungskosten - mittlerweile ist ein autarkes Induktionskochfeld für durchschnittlich 400,- Euro zu haben.

    Technische Aspekte: Töpfe, Vollflächeninduktion und Booster-Funktion

    Töpfe und Pfannen sind dann für das Induktionsfeld geeignet, wenn sie sich magnetisieren lassen. Einfacher Test: Einen handelsüblichen Magneten nehmen und an den Boden der Pfannen oder Töpfe halten. Haftet der Magnet, eignet sich auch Töpfe und Pfannen. Bei Neuanschaffung finden sich in der Regel Herstellerhinweise auf den Töpfen, für welches Kochfeld sie sich eignen.

    Etwas ungewohnt ist bei der Benutzung das Brummen oder Pfeifen vom Induktionsfeld - allerdings ist es normal und in einer gut genutzten Küche mit allem anfallenden Lärm nicht weiter auffällig. Je hochwertiger Induktionskochfeld und Töpfe sind, desto leiser fällt das Geräusch aus, dass bei der Schwingung der Magnetspule zur Wärmeerzeugung entsteht.

    Miele Induktionskochfeld mit DunstabzugBei diesem 90 Zentimeter breiten Induktionskochfeld (KM 6381) von Miele sind die Kochzonen nebeneinander angeordnet. Dazu passt funktional wie optisch die Downdraft-Dunstabzugshaube Levantar von Miele. | Bildquelle: Miele & Cie. KG

    Vollflächeninduktion und Booster-Funktion sind zwei Stichworte, die ein autarkes Induktionskochfeld ganz besonders machen. Denn Ersteres sorgt dafür, dass jede Topfgröße individuell erkannt und beheizt wird. Die Bindung an bestimmte Topffeldgrößen oder die Anordnung der Kochfelder auf der Glaskeramikfläche entfällt bei der Vollflächeninduktion völlig - vom Topf mitten auf der Glasfläche bis hin zur Kochorgie für den Feiertag mit kleinen, großen und mittlerem Kochgeschirr ist alles drin.

    Die Boosterfunktion ist gerade für ein autarkes Induktionskochfeld spannend, um blitzschnell beispielsweise Wasser aufzukochen oder schnell Hitze in ein bereits abkühlendes Gericht zu bringen. Nachteile ergeben sich je nach Leistungsfähigkeit vom Induktionskochfeld - manche Kochfelder schalten nach 30 Sekunden die Boosterfunktion wieder ab. Bei der Entscheidung zum Kochfeld kaufen stellt sich hier die Frage, wie viel Kraft (Watt) das Induktionskochfeld mitbringen sollte und welche Funktionen, wie die Vollflächeninduktion oder die Booster-Funktion, beim Induktionsfeld selbstverständlich sind - oder gar nicht gebraucht werden.

    Wenn neben dem Induktionsfeld noch weitere Kochfelder in Frage kommen, helfen die Experten der Fachbetriebe für Küchenplanung weiter - bei der Auswahl, dem Kauf und der Installation vor Ort.

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    Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Moderne-Kueche.com