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Küchenplanung Teil 2: persönliche Bestandsaufnahme

Wer neues kauft, der wird oft nach seinen Gewohnheiten gefragt, der geplanten Nutzung und der gewünschten Ausstattung. Die Großfamilie entscheidet sich eher für den sparsamen Van, der Single für das kleinere Modell mit mehr Hubraum. Was beim Autokauf passt, das gilt auch für die Küche: die individuelle Nutzung und die eigenen Gewohnheiten entscheiden über die Ausstattung der Küche.
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Gewohnheiten, Ausstattung & Nutzung der alten und neuen Küche

Ein kurzes Beispiel zu Beginn soll Ihnen verdeutlichen wie wichtig es ist, dass Sie sich Ihrer eigenen Bedürfnisse bewusst werden: Rechtshänder arbeiten meist im Uhrzeigersinn, Linkshänder entgegengesetzt. Für die Ausstattung der neuen Küche sind diese vermeintlich nebensächlichen Gewohnheiten sehr bedeutend, wenn es um die Platzierung von Spüle, Herd und Arbeitsfläche geht. Denken Sie in diesem Sinne weiter werden Sie schnell feststellen, dass die Laufrichtungen nicht die einzigen Gewohnheiten sind, die Sie für die Ausstattung Ihrer neuen Küche unter die Lupe nehmen sollten.

persönliche Bestandsaufnahme in der Küche: Ausstattung, Nutzung und GewohnheitenZeit für eine persönliche Bestandsaufnahme: Wie war die Ausstattung der alten Küche? Wie wurde sie genutzt?
Und mit welchen Gewohnheiten? Diese Fragen schließen sich direkt an die räumliche Bestandsaufnahme an.
Bildquelle: Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK)

 

Passen Sie die Küche Ihrem Bedürfnis an! Oder wollen Sie sich der Küche anpassen?

Die Haushaltsgröße und die Bedeutung der Küche innerhalb des Haushalts sind weitere wichtige Faktoren für die Küchenplanung. Wer permanent in der Küche sitzt, arbeitet, plaudert oder kocht, der stellt hohe Ansprüche an die eigene Küche. Gewohnheiten lassen sich schwer ablegen: Wer schon immer gern stehend in der Küche seinen Kaffee trank, der wird das auch zukünftig tun - vielleicht mit einem Barhocker oder einer Sitzecke als neuer Ausstattung.

Genauso wichtig ist die Frage, wer überwiegend in der Küche beschäftigt ist. Kocht ein Paar gemeinsam und bringen beide unterschiedliche Körpergrößen in die Küchenplanung mit ein, dann sind verschieden hohe Arbeitshöhen eine gute Idee für die bequeme Nutzung. Kocht überwiegend ein Linkshänder, dann kann sich die ergonomische Ausrichtung auf genau diesen Punkt beziehen. Zumindest soweit, wie es das Küchenaufmaß als Spielraum für die Nutzung hergibt.

Hat alles seinen Platz?

Die beschriebenen Gewohnheiten zum Zubereiten und Aufbewahren bestimmen, ob viel Stauraum für zusätzliche Dosen und Schachteln samt Deckeln parat stehen muss - oder doch eher nach jedem Essen nur der leere Topf gespült wird. Neben dem Geschirr und dem Küchenzubehör für den alltäglichen Ablauf besitzen einige Haushalte auch das bekannte Sonntagsgeschirr, die große Salatschüssel für den Sonntagsbrunch mit Freunden und so weiter. Wer kauft wann und wie viel ein? Eine wichtige Frage für Ausstattung und Nutzung, wenn zu einem bestimmten Zeitpunkt viele Lebensmittel bevorratet werden. Professionelle Küchenplaner fragen deshalb auch immer nach, ob entsprechend der Nutzung und den Gewohnheiten des Haushalt weitere Vorratsräume vorhanden sind.

Ist auch an den Müll gedacht?

Je nach Region ist die Abfallentsorgung ein wichtiger Punkt, der die Nutzung der Küche beeinflusst. Mülltrennung nach Biomüll, Pappe, Papier, Plastik, Metall und Glas nimmt viel Stauraum ein - während in anderen Gemeinden nur nach Papier, Glas und sonstiges unterschieden wird. Wer seine Gewohnheiten hier vor der Ausstattung gut durchdenkt, spart in der späteren Küche Nerven und Ärger. Und Müll, weil der dann später nicht im Weg steht und gut durchdacht entsorgt ist.

Fachbetriebe für Küchenplanung unterstützen bei der Sondierung, welche Gewohnheiten die Ausstattung und Nutzung der zukünftigen Traumküche beeinflussen - und helfen auch bei der Umsetzung. Nun aber erst einmal zum nächsten Planungsschritt: die Einteilung in Arbeitsbereiche.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Moderne-Kueche.com